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Was ist eine Depression?



Eine Depression (v. lat. depressio „Niederdrücken“), in der Medizin meist als depressive Episode bezeichnet, ist eine psychische Störung, die durch die Hauptsymptome gedrückte Stimmung, gehemmter Antrieb, Interessenlosigkeit und Freudlosigkeit sowie ein gestörtes Selbstwertgefühl gekennzeichnet ist.

Die Depression ist keine Geisteskrankheit, sondern eine psychische Erkrankung. Der Mensch, der an einer Depression erkrankt, wird nicht "irre" oder "verrückt". Er leidet an einer Gemütskrankheit. Der Depressive nimmt schon die kleinste Lebensanforderung als Bedrohung wahr. Er ist mit seinem Kräften so am Ende, dass er sich nur noch abschotten kann. So gesehen ist die Depression eine menschliche Schutzreaktion (Sicherung oder Bremswirkung) gegen alles, was bedrohlich ist, oder als bedrohlich empfunden wird.


Die Ursachen von Depressionen

(Quelle: psychotipps.com)


Genetische Faktoren, Krankheiten, Kindheitserlebnisse, problematische Lebenssituationen - eine Depression kann viele Ursachen haben.
Fast immer verändern sich auch Botenstoffe im Gehirn.


Wie gehören Depression und Unterbewusstsein zusammen?



Dieser Spruch macht durchaus Sinn, wenn man die Depression als einen Schutzmechanismus akzeptieren kann, der aus dem Unterbewussten heraus ins Leben eingreift. Wenn wir fern von der Wirklichkeit Dingen (Reichtum, Erfolg, Ruhm) nachlaufen, die durch ihre Unerreichbarkeit unsere ganze Energie verbraucht, duldet es das Unterbewusstsein nicht. Der Betroffene lebt über seine eigenen Bedürfnisse hinaus, und gefährdet somit seine Gesundheit. Wir leben mehr für die Illusionen, als wir uns eingestehen wollen. Dabei liegt die Illusion meist nicht in den Zielen, die wir uns setzen, sondern in der Belohnung, die wir uns dafür erhoffen, dass wir sie erreichen. In den Massenmedien wird uns jeden Tag vorgegaukelt, welchen Stellenwert Geld, Ruhm und Macht in unserer Gesellschaft hat. Genauso gefährliche Leitbilder sind die Idole, die die Medien aufbauen, um von ihnen leben zu können. Sie haben dazu beigetragen, dass jemand, der arm und unbekannt ist, zu einem "Niemand" wird, der es nicht wert ist geliebt zu werden. Der "Erfolg-Reiche" mag wie ein "Jemand" wirken, weil er sich mit den äußerlichen Anzeichen der Wichtigkeit umgibt - Kleidung, Autos, ein großes Haus und die Aura der Berühmtheit geben einen blendenden Anschein. Aber der Anschein ist außen und hat vielleicht keinen Bezug zum inneren, wirklichen Leben dieses Menschen. Tatsächlich weist der Umstand, dass jemand den Anschein erwecken muss, "jemand zu sein", darauf hin, dass er in seinem Inneren das Gefühl hat, "niemand" zu sein.

Wenn wir also den Sinn unseres Lebens an äußeren Werten orientieren (Befriedigung und Erfüllung von äußeren Quellen), werden wir immer wieder enttäuscht und anfällig für Depressionen. Und wenn wir müde und erschöpft durch das sinnlose Verfolgen illusionärer Ziele, unsere Enttäuschung nicht wahr haben wollen, fallen wir in Depressionen.


Man kann die Depression als einen Weg ansehen, den das Unterbewusstsein wählt,
um einer sinnlosen Vergeudung von Lebenskraft und -zeit ein Ende zu setzen.


Die aktuelle Statistik


Die Anzeichen und Wahrnehmungen der Depression


Eine Depression macht sich in unseren Gedanken, in unserem Körper, in unseren Gefühlen und unserem Verhalten bemerkbar.


Jeder Betroffene, der zum ersten Mal an einer Depression erkrankt, kann die Veränderung , die in ihm vorgeht, nicht verstehen. Er kann sie weder einordnen und fühlt sich stark verunsichert, weil er die normalsten Dinge nicht mehr wie früher wahrnehmen kann. Er fühlt sich müde und ist trotzdem unruhig, es herrscht eine innere Leere und trotzdem rasen ihm Gedanken durch den Kopf und er hat Mühe, auch nur einem einfachen Gedanken nachzugehen.


Schwer Depressive fürchten deshalb häufig, dass sie "den Verstand verlieren", so stark sind sie durch die innere Veränderung irritiert. Sie leiden unter dem Zwang, denken zu müssen, ohne denken zu können. Sie denken vor allem über ihre Vergangenheit nach, ohne die Probleme lösen zu können und verstricken sich dabei in Grübeleien, die sie dann völlig blockieren. Dieser unglückliche Kreislauf löst bei den Betroffenen häufig große Angst aus und sie fühlen sich von unerklärlichen Kräften beherrscht oder von der Welt abgeschnitten. Dieses steigert sich dann noch, je mehr sie einen Ausweg aus diesem absolut realen Albtraum suchen.

Oft sind Menschen in Führungspositionen oder Perfektionisten davon betroffen. Sie können sich nur schwer mit dieser Situation abfinden, kämpfen bis zum Zusammenbruch und können dann immer noch nicht aufgeben. Das Gefühl, versagt zu haben und durch den eigenen, erstarrten Körper am Ausüben der Pflicht gehindert zu werden, wird dann zu einem ausweglosen Problem und schlägt in einen unendlichen, depressiven Schmerz um.

Das Zeitempfinden verändert sich für den Bertoffenen genauso wie das veränderte Erleben des eigenen Körpers und des Raumes. Die eigene innere Uhr scheint still zu stehen und die Vergangenheit holt ihn ein. Zurückliegende kleine Fehler häufen sich zu bedrohlichen Bergen, durch die die Wahrnehmung der Gegenwart völlig verändert werden kann.

Gut gemeinte Ratschläge von Freunden, Verwandten oder Bekannten, wertet der Betroffene nur noch als "Schläge". Positive Situationen und Sonnenschein hellen die Stimmung nicht etwa auf, sondern sie werfen dunkle Schatten. Egal wie schön und lebensfroh alles ist, es macht ihm die Situation seiner Krankheit nur besonders deutlich und er fühlt sich dadurch andersartig, leer und hilflos.

Was tun gegen Depressionen?

(Quelle: psychotipps.com)



Ist die Depression erst einmal erkannt, ist die Krankheit gut behandelbar.

Genetisch bedingte Depressionen sollten mit einer Kombination aus Medikamenten und einer Psychotherapie behandelt werden.


Bei leichten und mittelschweren Depressionen, die auf mangelnde Bewältigungsstrategien zurückzuführen sind, können Sie sich selbst helfen, etwa mit Hilfe eines Depressions- Ratgebers. Wenn Sie jedoch keine Energie haben, Sie sich schlecht konzentrieren können, sich nur schwer etwas merken können, Ihre Depressionen sehr stark sind, Sie chronisch depressiv sind und die Gefühle der Hoffnungslosigkeit überwiegen, dann sollten Sie sich psychotherapeutische Unterstützung holen.


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